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Inhaltsverzeichnis

Kreditkarten Ratgeber – Allgemeines über die Kreditkarte

In diesem Ratgeber zum Kreditkarte möchten wir unseren Lesern einen schnellen aber ausführlichen Überblick über wichtige Themen rund um die Kreditkarte geben. Viele nutzen sie täglich und könnten dabei viele hunderte Euro einsparen, da es teilweise viele versteckte Gebühren im Preis- und Leistungsverzeichnis gibt und ein Wechsel zu einer gebührenfreien Kreditkarte oft zu umständlich ist. Gehen wir nun Schritt für Schritt die wichtigsten Aspekte durch.

Sie sind auf der Suche nach einem bestimmten Thema? Dieser Kreditkarten Ratgeber behandelt alle Wichtige Themen rund um die Kreditkarte. Mit Hilfe des Inhaltsverzeichnisses können Sie schnell zu einem gewünschten Thema navigieren. Für tiefergehende Informationen über ein spezifisches Thema können Sie hier in unserem Kreditkarte Lexikon nachschlagen:

Ist eine Kreditkarte heutzutage zwingend erforderlich?

Diese Frage lässt sich nur mit näheren Informationen über die Lebensgestaltung eines Bankkunden beantworten. Grundsätzlich hat eine Person ohne Kreditkarte innerhalb von Deutschland und der EU keine nennenswerte Nachteile bzw. Einschränkungen. Bargeld kann innerhalb der EU an fast allen Bankautomaten mit der EC-Karte (Girocard, Maestro-Card) bezogen werden. Auch in weiteren Ländern auf der ganzen Welt werden EC-Karten häufig akzeptiert, jedoch nicht überall. Wer auf allen Kontinenten dieser Welt unterwegs ist und auch in strukturschwächeren Ländern Bargeld abheben möchte, sollte in jedem Fall eine Kreditkarte bei sich tragen. VISA und MasterCard werden auf der ganzen Welt akzeptiert und können an Geldautomaten und Terminals fast überall eingesetzt werden.

Eine Kreditkarte ist zusätzlich zwingend erforderlich, um einen Leihwagen zu erhalten. Bei der Buchung wird nicht nur der Mietpreis sondern in der Regel auch eine Kaution auf der Kreditkarte reserviert. Dieser Betrag ist während der Miete nicht auf der Kreditkarte verfügbar und wird nach ordnungsgemäßer Rückgabe des Mietwagens wieder freigegeben auf der Kreditkarte. Barzahlungen sind grundsätzlich möglich jedoch sehr unpraktisch.

Neben Mietwagen eignet sich eine Kreditkarte auch sehr gut für das Bezahlen von Waren und Dienstleistungen im Internet. Egal worum es sich auch handelt, das Zahlungsmittel „Kreditkarte“ steht eigentlich immer zur Verfügung. Wer keine Kreditkarte hat, muss auf andere Zahlungsmöglichkeiten zurückgreifen, sofern es überhaupt welche gibt. Hauptsächlich kommen alternativ Vorkasse oder Nachname (bei Warenlieferungen) in Frage. Lastschriftzahlungen über das Girokonto werden nur selten angeboten, Personen ohne Kreditkarte sind diesbezüglich klar im Nachteil.

Wer häufig verreist muss auch in Hotels eine Kreditkarte beim Check-In bzw. im Vorfeld bei einer Online-Buchung angeben. Bei längeren Aufenthalten belastet das Hotel die Kreditkarte mit dem Preis für die Übernachtungen und zusätzlich häufig mit einer Sicherheit in unterschiedlicher Höhe. Dieser Sicherungsbetrag dient dem Hotel als Deckung für anfallende weitere Kosten während des Aufenthalts. Insbesondere in Luxushotels gestaltet sich der Aufenthalt mit einer Kreditkarte deutlich komfortabler, weil nicht jede Leistung sofort bezahlt werden muss.

Deutschland ist in puncto Kreditkarte nicht so weit entwickelt wie z.B. die USA, Großbritannien oder auch die Türkei. In vielen anderen Ländern ist es Usus auch kleinere Beträge mit der Kreditkarte zu bezahlen, z.B. Taxifahrten und kleinere Einkäufe. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass ein Auslandsaufenthalt mit Kreditkarte deutlich komfortabler und auch sicherer ist, weil in Notsituationen z.B. auch in Krankenhäusern die Kreditkarte besser weiterhilft als Schecks oder EC-Karten (Girocards).


Kann jeder einer Kreditkarte beantragen?

Grundsätzlich ist es für jede volljährige Person möglich, eine Kreditkarte zu beantragen. Zwingend erforderlich ist jedoch entweder ein bestehendes oder ein zu eröffnendes Girokonto. Auch für Kinder und Jugendliche können Kreditkarten z.B. für Auslandsaufenthalte ausgestellt werden. Eltern müssen in diesem Fall jedoch für den Vertrag eintreten. Die Beantragung einer Kreditkarte scheitert in den meisten Fällen an der Bonität des Antragstellers. Damit ist die in einem Prozentsatz ausgedrückte Wahrscheinlich gemeint, das ein Kunde seine Schulden bezahlen kann und das auch tut. In Deutschland herrschen im internationalen Vergleich sehr strenge Verhältnisse für die Vergabe von Krediten. Eine Kreditkarte ist mit einer herkömmlichen Kreditgewährung vergleichbar, weshalb viele Kartenanträge von den Banken abgelehnt werden.

Wenn einer Kreditkarte abgelehnt wird gibt es verschiedene Möglichkeiten doch noch eine Karte zu erhalten. Das beantragte Kreditlimit kann gesenkt werden, z.B. von 3.000 Euro auf 1.000 Euro monatlich. Mit der Höhe des Kartenlimits variieren natürlich auch die Anforderungen an die Bonität des Kunden. Wer in den Schulden steckt und Einträge bei der SCHUFA hat, wird kaum die Möglichkeit haben eine echte Kreditkarte zu erhalten. In einem solchem Fall helfen so genannte Prepaid-Kreditkarten weiter. Diese Kreditkarten auf Guthabenbasis können nahezu identisch wie echte Kreditkarten eingesetzt werden mit dem einzigen Unterschied, das ausreichend Guthaben für die Transaktionen verfügbar sein muss.

Natürlich verfolgt jede Bank eine eigene Kunden- und Kreditpolitik, weshalb sich ein Kreditkartenantrag bei mehreren Banken lohnen kann. Eventuell wird von Ihnen verlangt, ein Deposit zu hinterlegen oder Sparanlagen zu tätigen, um eine Kreditkarte zu erhalten. Sofern das Kreditlimit mit Geldanlagen gesichert ist, lassen viele Banken mit sich reden und geben Kreditkarten auch an Kunden mit schlechter Bonität heraus. Es sollte in jedem Fall versucht werden, rechtzeitig und ordnungsgemäß alle Forderungen zu begleichen. Wer regelmäßig mit Raten im Verzug ist muss damit rechnen, das eine Kreditkarte zeitnah gekündigt wird.


Kostenlos, gebührenfrei, beitragsfrei – Eine Jahresgebühr ist vermeidbar

Die Formulierung „kostenlose Kreditkarte“ oder „gebührenfreie Kreditkarte“ wird häufig nicht ganz richtig verstanden. Es gibt natürlich keine Kreditkarte, mit der es tatsächlich nicht möglich wäre, irgendwelche Gebühren zu verursachen. Spätestens bei einer Ratenzahlung oder Unterdeckung des Kontos werden Gebühren bzw. Kosten fällig, in diesem Beispiel in Form von Sollzinsen (Ratenzahlung) bzw. Mahngebühren (nicht rechtzeitige Zahlung). Die besagten Formulierungen beziehen sich in der Regel immer auf die Jahresgebühr, also eine fixe jährliche Gebühr, die unabhängig von der Nutzung der Kreditkarte erhoben wird. Die Jahresgebühr für eine Kreditkarte kann günstige EUR 19,00 betragen aber auch problemlos EUR 99,00 erreichen, z.B. für die Ausstellung einer Gold-Kreditkarte mit vielen Extra-Leistungen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Kreditkarten, die nur auf Einladung oder Empfehlung ausgestellt werden. Die Jahresgebühr kann hier auch mehrere hundert Euro betragen. Beispiele für eine solche Kreditkarten sind die Premium-Kreditkarten von American Express oder Platin-Kreditkarten.

Welche Art von Kreditkarte lohnt sich am meisten?

Nicht alle Kreditkarten funktionieren identisch. Die meist verbreitete Kreditkarten-Art, die echte Kreditkarte oder Revolving-Card, hat ihren Ursprung in den USA und ist heute weltweit stark verbreitet. Hierbei handelt es sich um eine Kreditkarte mit Kreditrahmen, beispielsweise 5.000 Euro pro Monat. Dieser Kreditrahmen kann ausgenutzt werden und bei Abrechnung entweder in voller Summe oder aber in Raten zurückbezahlt werden. Viele Amerikaner finanzieren sich mit gleich mehreren Kreditkarten die alltäglichen Einkäufe. Vom Gehalt werden dann die Raten bedient, z.B. monatlich 10% des offenen Saldos. Bei dieser Art von Kreditkarte ist eine Überschuldung möglich, insbesondere dann, wenn mehrere Kreditkarten gleichzeitig genutzt werden. Die Sollzinsen für den gewährten Kredit sind in der Regel nicht billig und erhöhen die eigentliche Schuld noch weiter. Es ist daher absolut empfehlenswert, bei Möglichkeit immer den vollen Betrag auszugleichen. Ein kleiner Ratenkredit ist fast immer billiger als die Nutzung der Kreditkarte zu Zwecken der Finanzierung.

Charge-Card

In Deutschland ist die so genannte Charge-Card vermehrt aufzufinden. Kreditkarten dieser Gattung werden in einem festen Intervall (in der Regel monatlich) abgerechnet, wobei der komplette offene Saldo zurückbezahlt wird. Dies geschieht meist durch einen Lastschrifteinzug vom Referenzkonto oder in seltenen Fällen per Überweisung. Der Vorteil solcher Kreditkarten liegt auf der Hand: Eine Verschuldung ist nur begrenzt möglich, weil seitens der Bank keine Zinsen erhoben werden. Die Nutzung des Kredites ist für den Karteninhaber während dieser Zeit kostenlos. Verdienen können die Banken mit solchen Kreditkarten aber dennoch. Neben der Jahresgebühr verdient der Aussteller der Karte an den Transaktionskosten die wiederum von den Händlern bzw. anderen Zahlungsempfängern entrichtet werden.

Prepaid-Card

In den letzten Jahren immer mehr in Mode gekommen ist so genannte Prepaid Kreditkarte, auch Kreditkarte auf Guthabenbasis genannt. Dabei handelt es sich um keine echte Kreditkarte im klassischen Sinn, dem Inhaber wird nämlich kein einziger Euro Kredit gewährt. Vielmehr muss die „Kreditkarte“ mit Guthaben aufgeladen werden, um sie nutzen zu können. Eigentlich ist die Kreditkarte auf Guthabenbasis keine schlechte Erfindung, sie ermöglicht z.B. Eltern ihren (minderjährigen) Kindern Geld mitzugeben, ohne das sie viel Bargeld mit sich führen müssen. Die Girocard (EC-Karte) hilft im Ausland auch nicht immer weiter, eine Prepaid MasterCard oder VISA-Card ist da die bessere Alternative. Eine größere Nutzergruppe sind jedoch Leute mit schlechter Bonität. Wenn die Schufa-Auskunft nicht ausreicht, stellen die meisten Banken keine echten Kreditkarten aus. Das Risiko einer Nichtzahlung und gerichtlichen Auseinandersetzung ist bei gewissen Personengruppen einfach zu hoch. Mit einer Prepaid Kreditkarte können die Betroffenen dennoch weltweit am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilnehmen, die Akzeptanz unterscheid sich nämlich (fast) nicht von normalen Kreditkarten. Wenige Ausnahmen sind z.B. Autovermietungen und Hotels, wo gerne Beträge auf der Kreditkarte als Sicherheit geblockt werden. Bei ausreichend Guthaben ist das meistens auch mit Prepaid Kreditkarten möglich. Die Abrechnung von Transaktionen erfolgt natürlich in Echtzeit und das Guthaben wird sofort angepasst. Es gibt kein Zahlungsziel und auch keinen Kreditrahmen.

Debit-Card

Als letzte Gattung muss noch die so genannte Debit-Card oder Debitkarte erwähnt werden. Der Begriff bezeichnet eigentlich sämtlich Bankkarten (Girocard, Maestro, MasterCard, Visa u.v.m.), bei denen nach einer Transaktion das zugehörige Giro- oder Kreditkartenkonto sofort oder unmittelbar (maximal wenige Tage) belastet wird. Einige Kreditkarten wie z.B. die ING DiBA Visa-Card oder die Visa-Card der Cosorsbank verfügen zwar über einen Kreditrahmen, werden jedoch unmittelbar nach dem Karteneinsatz abgerechnet. Ein zinsfreies Zahlungsziel gibt es dabei nicht und auch eine Ratenzahlung ist ausgeschlossen. Debitkarten helfen dabei, Schulden zu vermeiden und die Übersicht über die Finanzen zu behalten.


Welche Gebühren fallen für Kreditkarten an?

Für Kreditkarten können unterschiedliche Gebühren anfallen, von denen wir im Folgenden die wichtigsten Arten erläutern wollen. Es gibt darüber hinaus noch weitere Gebühren beispielsweise für eine Motivgestaltung der Karte, bei Kartenverlust oder für eine Partnerkarte.

Jahresgebühr

Diese jährlich (manchmal erst ab dem zweiten Jahr) erhobene Grundgebühr ist nicht bei allen Kreditkarten fällig, sondern bei modernen Karten eher selten geworden. Auch kann eine Jahresgebühr ab einem bestimmten Umsatz entfallen. Karten ohne Jahresgebühr werden gern als “kostenlose Kreditkarten” beworben, was natürlich nicht stimmt: Die Gebühren entstehen dann an anderer Stelle, auch können gebührenfreie Kreditkarten im Soll höher verzinst werden. Wo eine Jahresgebühr erhoben wird, beträgt sie im Normalfall zwischen rund 20 bis 100 Euro jährlich, sie sollte dem Kunden einige Zusatzleistungen wie Reise- oder Diebstahlversicherungen einbringen. Prepaid-Karten kosten aktuell (Stand: 10/2018) noch fast durchweg eine Jahresgebühr. Es gibt durchaus sehr viel höhere Jahresgebühren für Platin-, Black- oder Excellence-Karten. Hier ist schon mal ein Butler-Service inklusive, der Kreditrahmen der wohlhabenden Klientel bewegt sich im sehr deutlich fünfstelligen Bereich, die Jahresgebühr kann aber in einigen Fällen 1.000 Euro und mehr betragen.

Bargeldgebühr

Bei so gut wie allen Kreditkarten fallen unterschiedliche Bargeldgebühren (auch im Inland) an. Deren Höhe hängt davon ab, wo das Bargeld bezogen wird: An den Automaten der eigenen Bank und auch in Verbundsystemen wie z.B. der Cash-Group (Deutsche Bank, Commerzbank, Unicredit München und DAB) kann der Bargeldbezug nichts kosten, bei anderen Banken sehr unterschiedliche Gebühren zwischen etwa 1,30 bis 6,10 Euro (Letztere an Autobahnraststätten). Grundsätzlich wird am Geldautomaten auf die entstehende Gebühr hingewiesen. Achten Sie bei der Beantragung einer Kreditkarte auf kostenfreie Bargeldabhebungen. Wir empfehlen dafür die Barclaycard Visa oder die DKB-Visa Kreditkarte.

Fremdwährungsgebühr

Die Fremdwährungsgebühr fällt unabhängig von der Bargeldgebühr beim Bargeldbezug außerhalb der Eurozone an. Es gibt heute schon Kreditkarten mit weltweit kostenlosem Bargeldbezug, die Bargeldgebühr entfällt also komplett – die Fremdwährungsgebühr jedoch nicht in allen Fällen. Die Fremdwährungsgebühr, die auch als “Auslandseinsatzentgelt” bezeichnet wird, kann fix pro Abhebung rund 1,50 bis 2,50 Euro kosten (eher selten), meist sind es 0,8 – 2,0 % vom abgehobenen Betrag. Bei einigen Kreditkarten summieren sich tatsächlich Bargeld- und Fremdwährungsgebühr zu stolzen vier bis sechs Prozent pro Bargeldbezug außerhalb der Eurozone. Bei Zahlungen in Geschäften oder auch im Internet fällt die Fremdwährungsgebühr ebenfalls an, sofern die Währung nicht auf Euro lautet.

Sollzinsen

Eine echte Kreditkarte gewährt einen echten Kredit, auf den natürlich Sollzinsen entstehen. Die Sollzinsen bezeichnen zunächst nur den generell pro Jahr entstehenden Zinssatz auf die Beanspruchung, während der effektive Zins von den Rückzahlungsmodalitäten abhängt – damit also von der Laufzeit des gewährten Kredits. Die Kartenanbieter regeln das auf höchst unterschiedliche Weise. In einigen Fällen haben die Kunden ein kostenloses Zahlungsziel von bis zu zwei Monaten, in dieser Zeit entstehen keine Sollzinsen. In anderen Fällen werden die Zinsen sofort und taggenau berechnet. Die Kreditkarte kann auch direkt mit einem Girokonto gekoppelt sein und bei einer Inanspruchnahme keine Sollzinsen kosten, wenn das Konto im Plus geführt wird. Ansonsten betragen die Sollzinsen den Dispozinssatz.


MasterCard, Visa oder American Express?

Das Wichtigste in Kürze:

  • VISA & MasterCard werden weltweit am häufigsten akzeptiert
  • American Express Kreditkarten werden in Europa deutlich weniger akzeptiert
  • VISA & MasterCard stellen Kreditkarten nur über Partnerbanken aus
  • American Express emittiert alle Kreditkarten selbst
  • VISA & MasterCard Kreditkarten heute oft beitragsfrei erhältlich
  • American Express Kreditarten häufig mit Jahresgebühr oder Mindestumsatz
  • American Express bietet erstklassigen Service und Zusatzleistungen

Die bekanntesten Kreditkarten sind MasterCard, Visa und American Express. Welche Unterschiede gibt es hier, welche Karte lohnt sich für welchen Einsatz?

Generelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede der drei Karten

Mit allen drei Karten können deren Inhaber weltweit Geld abheben, im Internet bezahlen und in Geschäften des Einzelhandels bargeldlos shoppen. Der wichtigste Unterschied betrifft die Herausgabe der Karten: MasterCard und Visa erhalten die Kunden von Partnerbanken der Kartengesellschaften, also oft von ihrer eigenen Hausbank. Die American Express (Amex) emittiert ihre Karten hingegen selbst. Wer so eine Karte haben möchte, wendet sich online direkt an americanexpress.com. Für die Nutzung so einer Karte hat das kaum eine Bedeutung. Wichtiger sind Kosten, Gebühren und vor allem die Zahl von Akzeptanzstellen weltweit. Beim letztgenannten Punkt können MasterCard und Visa deutlich punkten, an weltweit rund 35 Millionen Akzeptanzstellen (Geldautomaten, Geschäfte, Restaurants, Tankstellen) werden diese beiden Karten akzeptiert. In Deutschland beträgt die Abdeckung 90 %, bei der Amex sind es nur etwa 10 % aller möglichen Akzeptanzstellen. Grundsätzlich können Kunden mit einer Master- oder Visa-Card in Europa von einer etwa zehnmal höheren Akzeptanzdichte gegenüber der American Express ausgehen. Ein weiterer Unterschied ergibt sich hinsichtlich der Gebühren: Eine kostenlose American Express gibt es noch nicht, lediglich das erste Jahr wird bei bestimmten Kartentypen inzwischen kostenlos (ohne Jahresgebühr) angeboten. Die MasterCard und die Visa-Karten werden hingegen von den meisten Banken und Sparkassen kostenlos ausgegeben.

Empfehlung für deutsche Kunden

Deutsche Kreditkartenkunden sind mit einer MasterCard oder der Visa überall bestens aufgehoben. Wer online einen Flug oder eine Bahnfahrt bucht, benötigt fast obligatorisch eine Visa- oder MasterCard. Direktbanken und viele Filialbanken geben diese Karten kostenlos aus, Zusatzleistungen sind dann allerdings nicht eingeschlossen. Wer diese wünscht, wählt eine Gold- oder Platinkarte von einem der beiden Anbieter, dafür gibt es Versicherungsschutz in unterschiedlicher Form und auch Reise- und Shoppingrabatte. Zudem sind diese beiden Kreditkarten auch als Prepaidkarte erhältlich. Die Vorteile von Visa bestehen in der unglaublich starken Marken-Präferenz, es ist die bekannteste deutsche Kreditkarte. Die MasterCard punktet in der Platinum-Variante mit diversen Zusatzleistungen bis hin zur Assistance und Concierge, die schon ins gehobene Spektrum gehören.

Welche Vorteile bietet eine American Express Kreditkarte?

Dem deutschen Kunden kann eine American Express Card einen besonderen Status verschaffen, denn diese Karte wurde bis 2010 nur bei bestimmten Mindesteinkünften (je nach Kartenart) ausgegeben. Die Inhaber genießen daher das Image höchster Kreditwürdigkeit und Seriosität, einige Dienstleister wie der BMW Service oder der Autovermieter Sixt geben diese Karte im Rahmen eines Co-Brandings heraus. Um den Nachteil der geringeren Akzeptanz auszugleichen, punktet American Express mit diversen Bonusprogrammen wie dem Punkte-Programm Membership Rewards, auch fallen die Zusatzleistungen einer American Express überaus üppig aus. Welche Leistungen das sind, hängt vom gewählten Typ einer American Express Card ab.


Wo werden Kreditkarten akzeptiert?

Kreditkarten dienen der Bargeldabhebung am Automaten und darüber hinaus an Akzeptanzstellen, bei Dienstleistern (Hotels, Flughäfen, Bahnhöfe, Mietwagenverleiher) und im Internet als Zahlungsinstrument. Eine weitere Funktion ist die Kautionssicherheit per Kreditkarte, drittens gewähren viele Kreditkarten Zusatzleistungen wie Reise- und Diebstahlversicherungen. Einige Kreditkarten dienen im Ausland mit einer persönlichen Geheimnummer sogar als Telefonkarte.

Bargeldverfügungen mit der Kreditkarte

Mit gängigen Kreditkarten wie MasterCard oder Visa kann so gut wie in jedem Land der Welt an Geldautomaten Geld abgehoben werden. Im Falle von MasterCard etwa können Kunden mit weltweit etwa zwei Millionen Automaten rechnen, an denen sie Bargeld erhalten. Das Akzeptanzzeichen findet sich am Geldautomaten. Wer mit seiner Kreditkarte am Automaten Bargeld abhebt, kann dafür unter Umständen eine Gebühr entrichten, viele Anbieter gewähren aber den kostenlosen Bargeldbezug sogar weltweit. Wenn Gebühren verlangt werden, sind diese in der Regel fix, bestehen also aus einem festen Entgelt (im Inland ab rund 1,30 Euro) und nicht aus einem prozentualen Anteil am Umsatz. Im Ausland kommen außerhalb der Eurozone in jedem Fall Fremdwährungsgebühren hinzu. Wenn also ein Anbieter mit dem “kostenlosen Bargeldbezug weltweit” wirbt, unterschlägt er die Fremdwährungsgebühr außerhalb der Eurozone, der anbieter- und währungsabhängig zwischen 0,8 – 2,0 % des Umsatzes betragen kann (in Einzelfällen auch mehr). Auch bei der Fremdwährungsgebühr kann ein fixes Mindestentgelt verlangt werden. Die Höhe des Bargeldbezugs hängt vom eingeräumten Limit ab, bei normaler Bonität wird dieses oft bei 500 Euro täglich liegen, Erhöhungen auf 1.000 bis 2.000 Euro sind teilweise üblich.

Kreditkartenakzeptanz in stationären Geschäften, bei Dienstleistern und Restaurants

Die Akzeptanz in stationären Geschäften und Restaurants sowie bei Dienstleistern (sogenannte Akzeptanzstellen) ist noch weiter verbreitet als die reine Anzahl von Geldautomaten. Mit der MasterCard ist es beispielsweise möglich, an rund 35 Millionen Akzeptanzstellen weltweit zu bezahlen. Bei Dienstleistern wie Mietwagenverleihern dient die Kreditkarte nicht nur zum Bezahlen, sondern auch für die Hinterlegung einer Kaution. Hierfür genügt es, dass der Kreditrahmen existiert. Autovermieter wie Sixt etwa buchen bei Kurzzeitvermietungen von wenigen Tagen die Kaution gar nicht erst ab. Wenn der Wagen unbeschädigt und vollgetankt zurückgebracht wurde, entfällt die Abbuchung. Kreditkarteninhaber müssen sich vorab stets vergewissern, ob an der präferierten Akzeptanzstelle ihre Kreditkarte angenommen wird.

Der Online-Einsatz von Kreditkarten

Online dienen Kreditkarten zum bequemen Bezahlen mithilfe der Kartennummer, des Ablaufdatums und der Prüfziffer. Inzwischen gibt es virtuelle Kreditkarten nur für Online-Einkäufe, gerade im Internet hat sich dieses Zahlungsmittel als zuverlässig und gut handhabbar erwiesen. Natürlich fehlt dabei die Sicherheit über die PIN, weshalb ein Kartenverlust sofort gemeldet beziehungsweise die Karte gesperrt werden muss – der Finder oder Dieb könnte allein mit den Informationen auf der Karte auf Shopping-Tour gehen.

Zusatzleistungen von Kreditkarten

Dabei handelt sich vorwiegend um Versicherungen, im gehobenen Segment kommen Assistance- und Butler-Services hinzu. Diese Leistungen werden nur bei kostenpflichtigen Kreditkarten angeboten.


Wir werden Kreditkarten abgerechnet?

Für die Kreditkartenabrechnung gibt es verschiedene Modelle, die Einfluss auf die tatsächlichen Kosten in Abhängigkeit vom Rückzahlungsverhalten haben. Der Kartenkunde muss nicht die finanztechnischen Fachbegriffe kennen, jedoch sollte über den Abrechnungsmodus seiner Karte und die damit verbundenen Kosten Bescheid wissen.

Charge-Card

Bei der Chargekarte bezahlt der Karteninhaber monatlich seine Kartenrechnung entweder sofort nach Erhalt oder innerhalb einer bestimmten Frist (meist 30 Tage). Entscheidend ist hierbei, dass alle innerhalb eines Monats aufgelaufenen Beanspruchungen einmalig bezahlt und damit für den Zeitpunkt der Entstehung bis zum Begleichen der Rechnung verzinst werden. Jedoch könnte es hiervon Ausnahmen geben, indem die emittierende Bank oder Kartengesellschaft zunächst ein zinsloses Zahlungsziel einräumt (oft vier bis acht Wochen) und erst danach die Verzinsung beginnt. Kunden mit solchen Karten können beispielsweise im Urlaub vom zinslosen Kredit profitieren.

Debit-Card

Nach dem Prinzip der Debitkarte funktionieren die an ein Girokonto gekoppelten EC-Karten, es gibt auch Kreditkarten mit so einer Koppelung (beispielsweise die Visa Card der DKB). Bei diesen Karten wird die Kartenbeanspruchung sofort vom Konto abgebucht, was im Falle der EC-Karte und einem Girokonto mit Dispokredit bedeutet, dass die Kartenbeanspruchung kostenlos bleibt, wenn das Konto im Plus geführt wird, jedoch die Dispozinsen kostet, sobald ein negativer Saldo auf dem Girokonto existiert. Es gibt auch solche Kreditkarten von MasterCard und Visa mit eigenem Kartenkonto, das Modell ist allerdings in Mitteleuropa wenig verbreitet.

Prepaid-Card

Bei Prepaid-Karten wird kein Kredit eingeräumt, der Kunde kann nur über das zuvor aufgeladene Guthaben auf dem Kartenkonto verfügen. Das verhindert zunächst einmal jede Verschuldung, zudem ist das ganze Verfahren sehr sicher durch die Art seiner Gestaltung. Prepaid-Karten wurden eingeführt, als schon der gesamte Zahlungsverkehr online abgewickelt wurde. Der Kunde erhält also ein einfach online zugängliches Kreditkartenkonto, auf das er Geld vom Referenzkonto aus (seinem Girokonto) überweisen, jedoch auch dieses Geld blitzschnell wieder zurücküberweisen kann. Das bedeutet, bei einem Kartendiebstahl oder -verlust kann der Prepaidkartenbesitzer unabhängig von anderen Sicherheitsmerkmalen der Karte auch das Konto sofort leeren. Banken geben diese Karten daher auch an Jugendliche aus.

Credit-Card

Die klassische Kreditkarte wird ebenfalls monatlich abgerechnet, der Kunde kann aber die Rückzahlung in unterschiedlichen Raten leisten oder sie alternativ auch sofort begleichen. Auch sind in jedem Umfang Sondertilgungen möglich. Diese Abrechnungsvariante ähnelt einem Zwitter zwischen Raten- und Dispokredit, wird auch als revolvierender Kredit bezeichnet und ist im anglo-amerikanischen Finanzraum sehr ausgeprägt, wird aber auch in Deutschland angeboten. Die Kunden können sich dabei für eine monatliche Mindestrückzahlung entscheiden, die beispielsweise 10, 30 oder 40 Prozent (auch mehr oder weniger) der offenen Summe betragen kann. Es gibt von den vorgestellten Abrechnungsmodellen auch Mischformen wie die Daily-Chargekarte (Kombination von Charge- und Debitkarte).


Kann ich mit einer Kreditkarte Bargeld abheben?

Mit jeder Kreditkarte, die mit einer PIN ausgestattet ist, können ihre Besitzer auch Bargeld am Geldautomaten abheben. Das kann in vielen Fällen günstiger sein, als mit einer giro-Card (EC-Karte) Bargeld abzuheben: Viele Kreditkartenanbieter ermöglichen den weltweiten kostenlosen Bargeldbezug (wobei außerhalb der Eurozone häufig eine Fremdwährungsgebühr entsteht), während mit einer EC-Karte nur an den Automaten der eigenen Bank oder ihres Verbundsystems (wie etwa der Cash-Group) der kostenlose Bargeldbezug möglich ist. An allen anderen Automaten – auch im Inland – kostet der Bargeldbezug mit der EC-Karte Geld. Achten Sie in unserem Kreditkarten Vergleich auf die Möglichkeit, mit der Kreditkarte kostenlos Bargeld abzuheben.

Bargeld mit der Kreditkarte abheben: Worauf ist zu achten?

Wenn Kunden mit der Kreditkarte Bargeld abheben, müssen sie darauf achten, dass der gewählte Geldautomat ihre Karte akzeptiert. Das ist am Symbol dieses Kartenanbieters am Automaten zu erkennen. Bei den weltweit größten Kartenanbietern MasterCard und Visa ist das fast an jedem Automaten zu erwarten, bei American Express ebenfalls sehr häufig. Bei anderen Kartenanbietern wird die Abhebung oft nicht funktionieren. Besonders die in Europa von Banken ausgegebene EC-Karte (giro-Card), die ja eigentlich auch zu den Kreditkarten gehört, stößt außerhalb Europas auf große Akzeptanzschwierigkeiten an Geldautomaten. Das ist einer der Hauptgründe, weshalb Deutsche bei Reisen in Länder außerhalb der Eurozone besser auf eine Kreditkarte mit hoher Akzeptanz setzen sollten, also am besten auf die MasterCard oder eine Visa-Karte. Diese Karten nehmen die Geldautomaten in weit über 200 Staaten der Welt an. Beim Abhebevorgang wird wie bei jeder giro-Card auch die PIN der Kreditkarte eingesetzt.

Kosten für Bargeldabhebungen mit der Kreditkarte

Wie schon weiter vorn erwähnt kann der Bargeldbezug exklusive eventueller Fremdwährungsgebühr kostenlos sein, das ist aber nicht bei jeder Kreditkarte der Fall. Mit manchen Kreditkarten kostet der Bargeldbezug eine fixe Gebühr ab rund 1,50 Euro, es können auch über sieben Euro werden. In anderen Fällen beträgt die reine Abhebegebühr zwischen etwa 0,8 – 2,0 % vom Umsatz, auch Mischgebühren gibt es – also ein fixes Mindestentgelt und ab einem bestimmten Umsatz (meist ab rund 200 Euro) eine nach Prozentpunkten berechnete Gebühr. Fremdwährungsgebühren kommen immer hinzu, wenn eine Abhebung außerhalb der Euro stattfindet. Diese Gebühren müssen die Kunden vorab herausfinden, denn sie sind ähnlich hoch wie die eventuelle Bargeldgebühr, sodass durchaus ein hoher einstelliger Prozentsatz an Gebühren entstehen kann, wenn die Kunden mit der Karte außerhalb der Eurozone Geld abheben. Kreditkarten von Filialbanken sind in der Regel in Bezug auf Gebühren teurer als solche, die von Direktbanken ausgegeben werden. Vermeiden Sie Gebühren für das Abheben von Bargeld, indem Sie eine Kreditkarte wählen, die gebührenfreie Abhebungen ermöglicht.


Unterschiede zwischen der EC-Karte und der Kreditkarte

Diese Frage lässt sich nur von Fall zu Fall beurteilen. Dennoch können grundsätzliche Aussagen über die Eignung von EC-Karten (Girocard) und Kreditkarten gemacht werden. Es kommt jedoch auch stark darauf an, welche Art von Kreditkarte eingesetzt wird, da beispielsweise bei der Abrechnungsart große Unterschiede vorkommen können. Die von quasi jeder Bank zu einem Girokonto ausgestellte EC-Karte kann in Deutschland flächendeckend in fast allen Geschäften und Restaurants eingesetzt werden, das gleiche gilt für große Teile des europäischen Auslands. Sofern eine Transaktion ein Euro durchgeführt wird, fallen dabei auch nie Gebühren an. Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Zahlungen mit einer EC-Karte, einmal mit PIN-Autorisierung und einmal mit Autorisierung durch Unterschrift. Der Unterschied besteht darin, dass bei einer Autorisierung mittels Unterschrift ein Lastschrifteinzug vorgenommen wird, während durch die Eingabe der PIN eine Echtzeitabfrage des Kontostandes erfolgt und der Betrag sofort abgebucht wird. Die meisten Menschen ziehen die EC-Karte der Kreditkarte bei Zahlungen vor. Zum einen kann so vermieden werden, dass Ausgaben unnötigerweise auf Kredit getätigt werden und zusätzlich sind Zahlungen über geringfügige Geldbeträge mittels Kreditkarte nicht immer gerne gesehen, da Gebühren für den Händler anfallen können.

Im europäischen Ausland, insbesondere dort, so der Euro das offizielle Zahlungsmittel ist, reicht eine EC-Karte meist aus um vor Ort zurecht zu kommen. Das gilt auch für Ländern wie Großbritannien, Norwegen oder Dänemark, wo der Euro bisher nicht eingeführt wurde. Schwieriger wird es in Fernost oder in den Vereinigten Staaten, hier ist keinesfalls gesichert, dass eine EC-Karte für Bargeldabhebungen und sonstige Zahlungen geeignet ist bzw. akzeptiert wird. Zur Sicherheit sollte stets mindestens eine Kreditkarte mitgeführt werden, um im Notfall darauf ausweichen zu können. VISA und MasterCard sind die bekanntesten Kreditkartengesellschaften und deren Kreditkarten können auf der ganzen Welt an Terminals und Geldautomaten eingesetzt werden. Bei der Beantragung einer gebührenfreien Kreditkarte sollte zusätzlich eine PIN beantragt werden, damit die Kreditkarte auch an Geldautomaten funktioniert. Nicht immer wird automatisch eine PIN vergeben, fragen Sie im Zweifel lieber nach. Es gibt zahlreiche gebührenfreie Kreditkarten mit hervorragenden Konditionen insbesondere für die Nutzung im Ausland. Es ist also völlig unbedenklich jederzeit eine Kreditkarte mitzuführen, Kosten entstehen dadurch nur sehr selten. Lesen Sie in diesem Artikel, welche Kreditkartengebühren auch bei kostenlosen Kreditkarten anfallen können.

Der regelmäßige Einsatz der Kreditkarte im Inland macht nur in manchen Fällen Sinn. Folgende Aspekte sind dabei besonders zu beachten:

  • 1. Der Händler akzeptiert keine Kreditkarten oder nur Zahlungen ab einem bestimmten Mindestbetrag.
  • 2. Der Zahlbetrag wird je nach Abrechnungsart erst viele Wochen später fällig, dadurch kann die Liquidität auf dem Girokonto falsch eingeschätzt werden. Insbesondere alltägliche Ausgaben müssen nicht mit der Kreditkarte getätigt werden. Dieser Aspekt entfällt bei so genannten Debit-Karten oder Prepaid-Kreditkarten, hier wird der Betrag direkt fällig bzw. die Zahlung ist nur bei ausreichend Guthaben möglich.
  • 3. Der Bargeldbezug mit einer Kreditkarte ist nicht immer gebührenfrei, je nach Bank können pro Abhebungen Gebühren in Höhe von z.B. 5 Euro anfallen. In diesem Fall sollte immer die Nutzung von Automaten der Hausbank mittels EC-Karte vorgezogen werden. Bietet Ihr Kreditkartenanbieter auch gebührenfreie Bargeldabhebungen im Inland an, entfällt dieser Aspekt natürlich.
  • 4. Das Kreditkartenlimit muss nicht unnötig strapaziert werden. Je nach Verfügungsrahmen kann es problematisch sein, das Kreditkartenlimit unnötig zu beanspruchen. Bei einem Verfügungsrahmen von beispielsweise 1.000 Euro ist schnell nicht mehr genug Limit vorhanden um z.B. einen Urlaub zu buchen oder eine neue Couch zu kaufen. Das Limit auf einer Kreditkarte wird immer erst wieder freigegeben, wenn der offene Saldo abgerechnet wurde.

Wie sicher ist der Einsatz von Kreditkarten?

Allgemeine Sicherheitsmerkmale machen Kreditkarten heute sehr sicher. Bei sorgsamem Umgang mit der Karte im normalen Rahmen haftet ein Besitzer bei Missbrauch bis zu einem Schaden von 50 Euro.

Wichtigstes Sicherheitsmerkmal der Kreditkarte: Kreditkartennummer

Das wichtigste Sicherheitsmerkmal ist und bleibt die Kreditkartennummer. Händler überprüfen die Nummer, die auf einem Verkaufsbeleg ausgedruckt wird. Sie vergleichen sie mit der Kartennummer, die vorn auf der Kreditkarte aufgeprägt ist. Natürlich stößt die Sicherheit einer Kreditkartennummer an ihre Grenzen, wenn nämlich die Kreditkarte gestohlen und für Online-Einkäufe genutzt wird. Sie muss dann umgehend gesperrt werden.

Kartenprüfnummer (CVC2 oder CVV2)

Ein weiteres Sicherheitsmerkmal von Kreditkarten ist die Kartenprüfnummer CVC2 oder CVV2. Das sind lediglich unterschiedliche Bezeichnungen von Kartenanbietern (Card Verification Code oder Card Verification Value) für eine Prüfnummer, die dem „card not present“ Handel (also dem Fernabsatz-Handel) dient. Diese Prüfnummer befindet sich auf der Rückseite im Unterschriftsfeld, sie ist bei den meisten Kreditkarten dreistellig und bei Amex-Karten vierstellig. Diese Nummer lässt sich nicht aus dem Magnetstreifen auslesen und ist auch nicht durch eine mathematische Herleitung mit der Kreditkartennummer zu verbinden. Sie stellt ein Sicherheitsmerkmal dar, falls ein Karteninhaber seine Karte so liegen lässt, dass ein Dieb die Vorderseite mit der Kreditkartennummer fotografieren und dann die Nummer allen verwenden könnte. Durch die fehlende Prüfnummer ist die Verwendung der Kreditkartennummer allein wirkungslos.

Hologramme als UV-Sicherheitsmerkmal auf Kreditkarten

Die Kreditkarten der drei großen Gesellschaften MasterCard, Visa und Amex besitzen spezielle Hologramme. Diese werden bei UV-Bestrahlung sichtbar und sind durch Kartenfälscher nicht mit vertretbarem Aufwand zu kopieren. Auf Mastercards erscheint beispielsweise das Akronym „MC“ als UV-Image. Dieses Sicherheitsmerkmal dient der Sicherheit im stationären Handel, der daraufhin gefälschte Kreditkarten entlarven sollte. Händler, Restaurantbetreiber und Vermieter müssen zu diesem Zweck ein UV-Prüfgerät einsetzen, um etwaige gefälschte Kreditkarten zu entlarven. Dieses UV-Prüfgerät sollte im Kassenbereich eines Händlers gut sichtbar angebracht sein. Dort erfüllt es zwei Zwecke: Es schreckt potenzielle Kreditkartenbetrüger schon im Vorfeld ab und erzeugt gleichzeitig bei den Kunden ein Gefühl höherer Sicherheit.

Wer haftet für den Schaden durch den Missbrauch einer Kreditkarte?

Kunden haften bankabhängig bis maximal 50 Euro für den Schaden durch Missbrauch, wenn sie mit “genügender Sorgfalt” vorgegangen sind. Das ist ein juristisch dehnbarer Begriff, der sich jedoch dem gesunden Menschenverstand durchaus erschließt. Wer etwa am Strand seine Kreditkarte auf dem Badehandtuch liegen lässt und sich entfernt, handelt mit Sicherheit grob fahrlässig. Auch gibt es Anhaltspunkte durch Gerichtsurteile zum Kreditkartenmissbrauch und der Haftung der Kunden. Diese müssen nicht nur auf die Karte achtgeben und sie getrennt von der PIN aufbewahren, sondern auch ihre Kreditkartenabrechnungen kontrollieren und beim Verdacht auf Missbrauch die Karte sperren lassen.